Hilfe für Flutopfer

Erste Hilfe für die Seele - Notfallseelsorge aus Baden-Württemberg im Ahrtal

Notfallseelsorge-Teams aus ganz Baden-Württemberg waren nach der Flutkatastrophe im Ahrtal zehn Tage lang im Einsatz. In vier Schichten standen die rund 30 Teams in den zerstörten Ortschaften zur psychosoziale Notfallversorgung bereit. Acht bis zehn Stunden täglich hatten sie offene Ohren und Herzen für die Sorgen der betroffenen Menschen.

© Dieter Jansen

Schon in der ersten Schicht waren zwei PSNV-Kräfte aus Stuttgart zur Überlandhilfe in Rheinland-Pfalz. Am 16. August kehrten die letzten Notfallseelsorge-Teams aus dem Schadensgebiet zurück – darunter auch ein Stuttgarter Team.

„Es waren sehr berührende Gespräche“ sagt Pfarrer Hanns Günther, der Leiter der Notfallseelsorge Stuttgart. Der Zusammenhalt der betroffenen Menschen ist beeindruckend. Bewegend ist auch wie dankbar die Bevölkerung für all die Hilfe ist, die ihr aus dem ganzen Bundesgebiet zuteilwurde.  „Was bedeutet denn das ‚S‘ auf Ihrem Fahrzeugkennzeichen“, fragte ein älterer Herr und staunte, dass SeelsorgerInnen aus Stuttgart „von soweit“ herkamen.

Die Aufgabe des letzten PSNV-Verbandes aus Baden-Württemberg bestand unter anderem darin, die Lage gut in die Hände der Notfallseelsorge aus der Region Ahr zurückzugeben. Seither steht wieder ein einheimisches Team aus ca. 15 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern für das Ahrtal in Bereitschaft.

Das PSNV-Zentrum – ein Containerdorf am Flugplatz Mendig – wurde geräumt und bietet nun als zusätzliche Notunterkunft Menschen, die durch die Flut obdachlos geworden sind, ein Dach über dem Kopf.

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